Letzter Abend in Herand…

Letzter Abend im Haus in Herand und leerer Kühlschrank. Ja, das hat nach einem Besuch im einzigen Restaurant in Herand gerufen. Ob es offen hat, weiss man, wenn ein Täfelchen „15 – 22h“ draussen hängt. Glücklicherweise war es am Donnerstagabend, trotz Auffahrt, der Fall.

Wir gingen also an diesem Abend ins Restaurant. Wissend all der guten Ratschläge, die andere Norwegen-Reisende uns mitgegebene haben. Nun, einige sind uns widerfahren andere nicht – da sie zumindest im entlegenen Herand nicht stimmen, darüber aber später mehr.

Man kann es kurz machen. Ein tolles Restaurant, das nicht geheizt werden kann, herzliche Bedienung, die lieber zwei mal läuft und wenn gleich vor uns eine Gruppe mit 6 Erwachsenen und 10 Kindern reingehen, dann wartet man auf seine Pizza eine gute Stunde. Ach ja, die Karte besteht nur aus Pizza. Eine Seite auf Norwegisch, eine Seite auch Englisch. Wir waren nicht die einzigen Gäste, die verdutzt eine dritte Seite suchten – es gab nur Pizza, basta. Ein Engländer fragte noch, ob man vielleicht einen Grünen Salat bekommen könnte, nein. Keine Vorspeise, keine Nachspeise. Nun wussten wir, weshalb, das Restaurant nicht öfters Ofen hat. Wenn es keine Touristen gibt, machen die kaum auf, die Einheimischen wollen ja nicht jeden Abend, wenn sie dann mal ausgehen, Pizza essen.

So genug lamentiert. Die Pizza war nähmlich sensationell gut.

Übrigens gab es Wein zu bestellen. Dies obwohl Norwegen-Kenner uns gesagt haben, wenn du in einem norwegischen Restaurant Wein willst, musst die ihn selber mitbringen. Sie schenken ihn dir dann gerne ein. Hätte komisch werden können, wenn wir dies gemacht hätten.

Aber erstens hatten wir keinen Wein mit und zweitens war der kredenzte Barbera ausgezeichnet. Aber servieren können oder wollen sie nicht. Es wird alles einfach auf den Tisch gestellt, den Rest soll man dann schon selber machen. Prost!

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